Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist

Dieser Satz kommt aus dem Talmud (eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums) und ist für uns eine geeignete Überleitung zu den beiden Stolpersteinen, die wir heute setzten. Sie sind Bruno und Albert Kirstein gewidmet, zwei ehemalige Bewohner des Albertushofes, die dem nationalsozialistischen Terrorregime zum Opfer fielen.

Stolpersteine sind besondere Pflastersteine, auf denen kleine Gedenktafeln angebracht sind, die den Namen eines Opfers des Nationalsozialismus tragen. In unserem Fall sind das Bruno Kirstein und sein Bruder Albert Kirstein, die vom Albertushof in die „Heil- und Pflegeanstalt Wehnen“ deportiert und wegen ihrer Behinderung dort ermordet wurden.

In Wehnen starben mehr als 1.500 Menschen durch den systematischen Entzug von Lebensmitteln. Sie verhungerten, starben an Lungenentzündung, Herz- und Kreislaufversagen oder anderen Krankheiten, die mit dem körperlichen Verfall einhergingen. Wir können das Geschehene nicht rückgängig machen, aber mit diesen Stolpersteinen verhindern wir das Vergessen daran!

Wir danken dem Gedenkkreis Wehnen e.V., der aufdeckte, dass auch Bewohner des Albertushofes Opfer der „Wehner-Krankenmorde“ wurden.

Wir gedenken Bruno Kirstein und Albert Kirstein.